Os(zedos) Blog | Ein radelndes Szaf auf Dosensuche

29. Aug

2016

Radtour: von Cuxhaven nach Hechthausen

Fahrradwagen im MetronomWie kann man besser die Gegend erkunden als mit dem Rad? So packte ich diesmal mein Rad ein, als ich mal wieder für ein Wochenende in den Norden fuhr. Per Komoot hatte ich mir im Vorfeld eine grobe Tour zusammengeklickt und aufs GPS geladen. Der Plan war mit dem Metronom von Hechthausen nach Cuxhaven zu fahren und dann gemütlich die Strecke zurück zu radeln. Freitag kurz noch eine kleine Erkundungstour zum Bahnhof (wobei es ja eigentlich nur ein Haltepunkt ist) unternommen, Fahrzeit in Erfahrung gebracht und gleich eine Fahrkarte gekauft. Nun gab es also kein zurück mehr.

Panorama mit KugelbakeNach dem Frühstück ging es los und ich sass um kurz nach 9 Uhr im Zug, der pünktlich einfuhr und mit einem grossen Fahrradwagen überraschte. So gefällt mir das. Wir kamen pünktlich in Cuxhaven an, die Sonne kam langsam raus, es wehte ein leichter Wind also perfektes Wetter. Das erste Ziel auf meiner Liste war die Kugelbake, der Weg dahin führte mich vorbei am Fährhafen wo es gleich noch den ersten Cache des Tages gab.

CuxhavenDann noch das Fort entdeckt, den Kurpark und dann ging es aber auch schon weiter, denn mein nächster Punkt war die “Alte Liebe”, was auch immer mich da erwartet. 😉 Ein schöner Aussichtspunkt, aber leider an einem Samstag vormittag hoffnungslos überfüllt, aber das Semapher direkt davor war auch sehenswert. Weiter gings dann über den alten Fischereihafen wo ich noch ein Fischbrötchen verspeisen musste raus aus Cuxhaven Richtung Otterndorf, dort war ich ja noch verabredet.

Salzwiesen des Landschaftsparks AltenbruchDer Weg führte über gut ausgebaute Strassen und Radwege ein Stück durch ein Industriegebiet, aber als man das verlassen hatte landete man im Landschaftspark Altenbruch, wo auch ein Aussichtspunkt einen schönen Blick ermöglicht. Der weitere Weg war meiner Meinung nach der schönste und typisch norddeutsche, direkt vorm Deich radeln mitten durch die Schafsherden. Auch an Leuchttürmen vorbei, wo gerade eine Trauung stattfand.

Radeln durch Szafsherden Was ein wenig stört und nervt sind die Tore, die man alle paar hundert Meter öffnen muss, damit die Schafe eben nicht einfach ausbüxen, aber irgendwas ist eben immer. 😉 Und so landete ich wenig später am Nordseestrand Otterndorf, wo ich mich ja verabredete hatte. Nach einer kleinen Wanderung im Watt, einer Pause und einer Stärkung in Form eines Eises ging es dann auch weiter Richtung Belum und Ostesperrwerk.

Drachen übern Nordseestrand Otterndorf Die letzten 500m zum Natureum waren ein wenig abenteuerlich, aber ich frug vorher dort ein paar Anwohner die mir bestätigten, mit meinem Rad sei das kein Problem, man müsse sich nur ab und zu etwas ducken und aufpassen, aber die Kinder fahren da auch immer lang. Sonst müsste man ja um den ganzen Ostesee war doch ein grösserer Umweg wäre. Daher nahm ich den von komoot geplanten Weg und am Ende war es auch garnicht schlimm, da habe ich schon deutlich andere Strecken gemeistert. Am Natureum angekommen nutze ich die Chance den Getränkeautomaten zu “plündern” und meinen Vorrat an Apfelsaftschorle aufzufüllen.

Hübsche Häuschen hier am Deich Nach kurzer Besichtigung des Ostsperrwerkes ging es weiter Richtung Süden nach Neuhaus. Dort hab ich einmal nicht aufgepasst, weil ich ein Schild mit dem Aufdruck “Post-Fahrradtankstelle” fotografierte und prompt den Abzweig verpasst aber so fand ich noch eine nette Kirche, ein Brauhaus und plötzlich stand ich auf einem Fest der Freiwilligen Feuerwehr. Auch gut, denn sie hatten leckere Steaks vom Grill. Nach der Stärkung weiter Richtung Geversdorf, Oberndorf wo ich noch einen Einheimischen traf, der mir aber keine so grosse Hilfe war, weil er mit seinen Entfernungsangaben völlig daneben lag. Aber das einen hier jeder und ich meine wirklich jeder mit “Moin!” grüsst hat mich echt verblüfft.

Schaf auf dem Ostedeich beim Geversdorf Der Rest des Oste-Radwegs ist dann eher weniger spektakulär, man radelt meist hinterm Deich, an vereinzelten Häusern oder Restaurants vorbei, entdeckt aber auch einige Perlen wie das Rittergut Niendieck wo ich kurz überlegt einzukehren und die restlichen 25km morgen zu fahren. 😉 In Oberndorf wechselte ich nochmal die Flussseite weil ja mein eigentlicher Plan war die Schwebefähre in Osten zu benutzen, was aber wohl aufgrund der vorgeschrittenen Stunde eher aussichtslos war und so stand ich dann um 19:30 Uhr vor der Fähre und der Betrieb wurde um 18 Uhr eingestellt. Aber alles halb so wild, es gab ja wenige hundert Meter weiter eine Brücke.
Schwebefähre Osten Wie man hier wieder merkte ist die Brücke eher für Autofahrer konzipiert, aber ich kam dann doch ohne gegen die STVO zu verstossen auf die andere Seite, war in Hemmoor, von da waren es dann ja auch nur noch 10km zu fahren und ich war am Ziel wo schon eine Dusche und etwas zu essen auf mich wartete.

Alles in allem war es eine sehr schöne Tour, die am Ende 81.52km liefen gut und war für eine Ganztagestour auch nicht zuviel wie ich finde. Man konnte so recht viel von der Landschaft sehen und verschiedene Orte kennenlernen.
Zum Schluss hänge ich mal noch ein paar Bilder an und die gefahrene Strecke mit einigen Anmerkungen.

Wattenmeer Cuxhaven

Wattenmeer Cuxhaven

HalunderJet nach Helgoland

HalunderJet nach Helgoland

Ma kieken...

Ma kieken…

Radweg im Landschaftspark Altenbruch

Radweg im Landschaftspark Altenbruch

Meine Füsse im Watt

Meine Füsse im Watt

Schlammbad

Schlammbad

Strecke

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2 Kommentare

  • Max · August 30, 2016 at 08:15

    Alle paar 100m ein Tor? Das würde mich aber auch nerven. Das haben die in Schottland sehr gut gelöst. Da sind grobe Gitter auf den Straßen/Wegen, über die man mit KFZ und Fahrrad drüberfahren kann, aber die Tiere nicht drüberlaufen wollen. Daneben gibt es zwar auch ein kleines Tor, aber nur für Pferdefuhrwerke. 😉

    Reply

  • Admin comment by Oszedo · August 30, 2016 at 17:06

    Naja, so alle 500m etwa auf einem Stück von etwa 3-4km Länge. Mit einer für Hufe nicht zu überwindenden Barriere wäre das natürlicher besser ja.

    Reply

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